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Laptop und Ordner

Ein Großteil der Immobilientransaktionen kann bereits digital abgedeckt werden. An einer Hürde scheitert es allerdings noch – dem Notarvertrag.

Zwar sind Notarbesuche zur Beurkundung eines Immobilienkaufs trotz der Corona-Pandemie gestattet, die Sicherheitsvorkehrungen machen diese Termine jedoch sehr umständlich. Daher wird der Ruf nach dem digitalen Notarvertrag lauter.

Das deutsche Notariatswesen bietet laut IVD-Chef, Jürgen Michael Schick, Käufern und Verkäufern, Investoren und Eigennutzern ein hohes Maß an Sicherheit – diese würde durch die Umstellung auf digitale Notarverträge "in keiner Weise eingeschränkt".

Homeoffice

Die Zeit steht still, so scheint es zumindest. Noch hat die Krise keine Auswirkungen auf die Immobilienpreise.

Doch das könnte sich bald ändern. Die Mehrheit der Experten ist sich sicher: Früher oder später wird die Krise auch den Immobilienmarkt treffen.

„Viele Käufer halten sich zurück, weil sie um ihre Jobs bangen“, so Michael Voigtländer, Immobilienexperte am Institut der Deutschen Wirtschaft (IW).

Zusätzlich finden kaum Besichtigungen und Notartermine statt.

Häuser und fallende Kurve

Noch hat das Coronavirus, und die damit verbundene Krise, keine Auswirkung auf die Immobilienpreise.

Allerdings kann der drohende Wirtschaftliche Abschwung, auf Seiten der Banken, zu höheren Risikokosten und Baufinanzierungskonditionen führen.

Des Weiteren fürchten Arbeitnehmer durch den zunehmenden Druck auf die Unternehmen um ihren Arbeitsplatz und könnten vor dem finanziellem Wagnis eines Immobilienkaufs zurückschrecken.

Straße bei Nacht

Eine Welt im Ausnahmezustand bringt das gesellschaftliche Leben zum Erliegen. Um diesen Zustand entgegenzuwirken sollen vor allem wirtschaftlich leidende Unternehmen durch Kreditprogramme unterstützt werden.

Eine Maßnahme, die einerseits beruhigt, zugleich aber auch bedeutet, dass sich die Krise noch über Monate hinziehen kann. Leitet die derzeitige Situation eine Wende im Immobilienmarkt ein?

Vor allem Banken geht es in Krisenzeiten selten gut. Eine flächendeckende Erhöhung der Zinsen scheint daher nicht unrealistisch um die Marge und somit auch die Gewinne zu erhöhen.

Kurve auf einem Bildschirm

Eine turbulente Woche an den Finanzmärkten zwingt die Notenbanken Maßnahmen zu ergreifen.

So wird die Europäische Zentralbank 120 Mrd. € zusätzlich, bis zum Ende dieses Jahres, in Anleihekäufen platzieren. Eine Erhöhung der Zinsen rückt damit, angesichts der Krise, in weite Ferne. Im Gegenteil, einige Marktteilnehmer spekulieren schon auf Hypothekendarlehen mit Negativzinsen.

Das Zusammenspiel aus diesen Faktoren schafft eine weiterhin gute Ausgangssituation für den Immobilienmarkt.

Mundschutz

Laut einer Studie des globalen Immobiliendienstleisters Savills über den deutschen Immobilienmarkt, erreichte das rollierende Transaktionsvolumen der letzten 12 Monate den höchsten Wert aller Zeiten.

Die treibende Kraft hinter dieser Beobachtung sind Übernahmen und Beteiligungen. Alleine 9% der 94,2 Mrd. € sind diesen zuzuschreiben. So wechselten beispielsweise 80 Immobilien den Eigentümer im Zuge der Übernahme von Real.

Ein Ende dieser Investmentbereitschaft ist laut Savills erst einmal nicht in Sicht. Ein Coronavirus infizierter Finanzmarkt macht alternative Anlagen

Fassade mit Himmel

Die Opposition im Landesparlament will Anfang April gegen den umstrittenen Berliner Mietendeckel eine Verfassungsklage einreichen.

Neben FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja sieht auch CDU-Fraktionschef Burkard Dregger eine Hohe Dringlichkeit so schnell wie möglich Rechtssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen.

Mit dem Mietendeckel will die Landesregierung den zuletzt starken Anstieg der Mieten bremsen. Dafür wurden die Mieten von 1,5 Millionen Wohnungen für fünf Jahre eingefroren sowie Obergrenzen für Neuvermietungen festgelegt.

Abgeordnete sowohl der CDU als auch der FDP sehen in diesen Maßnahmen einen schweren Eingriff in das Privateigentum. Sie sind der Meinung, dass für die Mietenpolitik der Bund zuständig ist und nicht die Länder.

Haus mit zerbrochenem Paragraph

Die Abgeordneten beider Fraktionen haben beinah vollzählig für eine Verfassungsklage gestimmt. Nun ist der Weg nach Karlsruhe endlich frei.

Union und FDP können nun die bereits seit langem geplante Verfassungsklage gegen den desaströsen Berliner Mietendeckel auf den Weg geben. Nach den Informationen der Berliner CDU haben mehr als 190 der 246 Abgeordneten das Vorhaben unterzeichnet. Damit sind die mindestens notwendigen 25 % aller Abgeordneten im Bundestag für die aussichtsreiche Klage.

Aktenordner

Die Aufteilung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen soll in Zukunft erschwert werden. So ein Gesetzentwurf des Bundesministeriums.

Die Mieten und die Preise für Wohneigentum steigen mangels Wohnraum an vielen Standorten in Deutschland.

Das Ministerium möchte in Zukunft verhindern, dass Mieter über eine Eigenbedarfskündigung ihre Wohnung verlieren. Diese Umwandlungen sollen in Zukunft erschwert werden, wenn es nach dem Entwurf des Bundesministeriums geht.

Bunte Häuserreihe

Auf der einen Seite hat sich der Bundesinnenminister deutlich gegen den verfassungswidrigen Berliner Mietendeckel ausgesprochen, auf der anderen Seite schlägt er jetzt Alternativen vor, um die Mieten in Deutschland zu begrenzen. 

Jetzt hat auch der Bundesinnenminister einen Plan. Während er den jüngst verabschiedeten Mietendeckel als verfassungswidrig einstuft, möchte er jetzt die sogenannten Wuchermieten bekämpfen. Mietern soll es in Zukunft möglich sein, gegen die mehr als 50 % über der örtlichen Vergleichsmiete liegenden Mieten gegen den Vermieter vorzugehen.

Geldstapel

Die Grunderwerbsteuer ist in einigen Bundesländern besonders hoch.

Diese enorme Hürde beim Erwerb von privatem Wohnungseigentum sollte von der Berliner GroKo entschärft werden. So der Plan.

Die FDP kritisiert zu Recht das sang- und klanglose Scheitern des Gesetzesentwurfs. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass die CDU vor der eigentumsfeindlichen SPD in Berlin einknickt. Im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD war ursprünglich vereinbart worden, den erstmaligen Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum für Familien zu erleichtern. Dazu sollte die viel zu hohe Grunderwerbsteuer für diese Fälle entsprechend reduziert werden.

Kräne

Trotz vorhandener Baugenehmigungen tritt der deutsche Wohnungsbau momentan auf der Stelle.

Doch nicht die Baubehörden tragen die Hauptschuld daran, sondern vielmehr der Mangel an Personal. Rund 700.000 genehmigte Wohnungen werden derzeit nicht gebaut. Die Tendenz ist dabei steigend. Viele Bauunternehmen sind derzeit ausgelastet. Handwerker sind rar und haben ihre Auftragszettel bereits voll.