Portemonnaie mit Geld

Die Mietpreise in den Städten Deutschlands steigen zwar rasant an, in Relation zu anderen Ländern liegt Deutschland damit allerdings noch weit unter dem europäischen Mietspiegel.

Eine neue Studie des Beratungsunternehmens Deloitte hat jetzt belegt, dass Wohnen in Deutschland, trotz des hohen Anstiegs in den letzten Jahren, immer noch kostengünstiger sei als in vielen anderen Ländern Europas.

Diese Aussage berücksichtigt nicht nur die Kaufpreise, sondern ebenso das Mieten. Es ist kein Geheimnis, dass der überdurchschnittlich schnelle Anstieg der Mietpreise den Immobilienmarkt in den letzten Jahren dominierte.

Wohnen in München sündhaft teuer? Von wegen! München rangierte 2018 mit einer Durchschnittsmiete von 10,50 Euro pro Quadratmeter auf Platz 29 von 44 europäischen Städten. Andere deutsche Städte, wie beispielsweise Hamburg, Frankfurt am Main oder Berlin liegen weit darunter.

In Paris, dem Spitzenreiter der Rangliste, befindet sich die Durchschnittsmiete pro Quadratmeter bei rund 28 Euro. Auch wenn man es aufgrund der niedrigen Lebenshaltungskosten in osteuropäischen Städten wie Budapest und Prag zunächst nicht vermuten würde, liegen die Durchschnittsmieten dieser Städte ebenfalls weit über deutschem Standard.

Die rasant steigenden Mietpreise seien jedoch wirtschaftlich gesehen kein Grund zur Beunruhigung, so Experten. Eine Spekulationsblase soll zukünftig nicht der Fall sein. Wie die Vergangenheit zeigt, gehen Immobilienblasen oftmals meist stark steigende Zinsen voraus und diese Entwicklung sei in der EU in absehbarem Zeitraum jedoch nicht zu erwarten.