Gerichtshammer

Jetzt ist eingetreten, was viele Experten bereits 2017 erwartet hatten: die Zahl der Zwangsversteigerungen für Immobilien in Deutschland ist im Jahr 2018 erwartungsgemäß deutlich zurückgegangen. Lag der Verkehrswert im Jahr 2017 noch bei über 4 Milliarden €, wurden für das Jahr 2018 Verkehrswerte unter 4 Milliarden EURO registriert.

Durch das große Interesse an Immobilien wurden jedoch nach Aussage der Gerichte viele Zwangsversteigerungsverfahren tatsächlich nicht durchgeführt. Offenbar ist es den Gläubigern in vielen Fällen gelungen, einen solventen Kaufinteressenten zum Kauf und damit zur Ablösung der Verbindlichkeiten zu bewegen. Für die Zeit der Niedrigzinsphase ist kein Anstieg der Zwangsversteigerungen in Deutschland zu erwarten. Lediglich die Anzahl der sogenannten Teilungsversteigerungen aus Eigentümerstreitigkeiten hat leicht zugenommen. Es ist zu erwarten, dass nach dem Ende der Niedrigzinsphase auch die Anzahl der Zwangsversteigerungen wieder deutlich zunimmt.

Viele Immobilienexperten warnen deshalb vor einem drastischen Anstieg der Zinskonditionen. Die immer wieder ins Gespräch gebrachte Zinswende lässt jedoch noch auf sich warten. Immobilienkäufer sind deshalb gut beraten, auch weiterhin langfristige Zinskonditionen mit ihren Banken zu vereinbaren.