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Altbaufassade

Bundesinnenminister Horst Seehofer, seines Zeichens auch Bundesbau- und Heimatminister, plant einen neuen Eingriff in die Autonomität der Immobilienwirtschaft.

Unter dem Namen Baulandmobilisierungsgesetz liegt den Verbänden nunmehr ein Entwurf des Innenministeriums vor, welches die Umwandlung erworbener Mietwohnungen in Wohnungseigentum deutlich erschweren wird.

Der Entwurf sieht vor, zur Erreichung eines höheren Angebotes an bezahlbaren Mietwohnungen, eine Genehmigung durch die Behörden, zur Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen und deren anschließender Veräußerung, vorzuschalten.

Mieterschutz

Der von der Bundesregierung beschlossene Kündigungsschutz für Mieter, die aufgrund der Coronakrise ihre Mieten nicht zahlen konnten, wird zum Ende des Monats Juni aufgehoben.

Mieter, die aufgrund verschiedener Gründe im Zusammenhang mit der Coronakrise ihre Miete nicht bezahlen konnten, hatten die Möglichkeit, ihre Mietzahlungen für April bis Juni 2020 zurückzustellen, ohne Gefahr zu laufen, gekündigt zu werden.

Dieser besondere Mieterschutz wird zum Ende Juni entfallen. Die ausstehenden Mieten müssen jedoch bis zum Juni 2022 nachgezahlt werden.

Daumen hoch

Auch langfristig steigende Preise auf dem Immobiliensektor.

Eine auf die Zukunft des Immobilienmarktes ausgerichtete Untersuchung der Universität zu Freiburg im Auftrag der Schwäbisch Hall-Stiftung ergab, dass die Immobilienpreise bis zum Jahr 2030 kräftig und darüber hinaus bis ins Jahr 2060 weiter ansteigen werden. 

Die Gründe werden nicht nur in der eigentlichen Wertsteigerung von Immobilienbesitz sondern auch in demografischen und soziologischen Aspekten gesehen. 

Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Nachfrage nach Wohnraum, welche die Preissteigerung begründet, aufgrund verschiedener Fakten weiter ansteigen wird. 

Moderne Hochhäuser

Nach neuesten Erhebungen der „Immowelt“, welche die Preise für Bestandswohnungen aus dem Frühjahr 2019 mit den Preisen des aktuellen Frühjahrs (bis April 2020) verglichen hat, steigen die Preise für derartige Immobilien weiterhin stetig an. 

Verglichen wurden Wohnungen mit 40 bis 120 Quadratmetern bis zum Baujahr 2016. Während die Preisanstiege in den teuren Großstädten wie München, Frankfurt und den nordrheinwestfälischen Metropolen Köln und Düsseldorf moderat anstiegen, sind diese in den mittleren Großstädten und Kreisstädten bundesweit deutlich stärker angestiegen. Dies gilt insbesondere auch für ostdeutsche Städte. 

Hotelpool

Während die Bundesregierung und die Landesregierungen ihre Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie langsam lockern, trifft es die Gastronomie und insbesondere die Hotellerie weiterhin schwer.

Zimmervermietungen in Einzelfällen und sehr beschränktes Raumangebot durch Zutritts- und Abstandsregelungen werden die Branchen langfristig belasten. Bis Ende April, so schätzt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband, sind bereits Umsatzeinbußen von rund 10 Milliarden Euro anzunehmen. 70.000 Betrieben droht sogar die Insolvenz.

Schild open

Die bereits durchgeführten und geplanten Maßnahmen zur Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen, insbesondere Kontaktsperren und -beschränkungen lassen einen hoffnungsvollen Blick auf die Zukunft werfen. 

In vielen europäischen Staaten, vor allem dort, wo die Eindämmungsmaßnahmen früh begannen, zeigen diese Maßnahmen erste Erfolge. Erfolge, die die Gesellschaft dringend benötigt.  

Zur gleichen Zeit handeln die Notenbanken rund um den Globus so expansiv wie nie zuvor.

Bildschirm mit Wohnung

Investoren melden sich zurück.

Laut den aktuellen Recherchen erreicht das Interesse an Immobilien wieder das Niveau von Anfang März. Demzufolge sollten Kaufpreise und Mietpreise konstant bleiben.

Zu Beginn der Corona-Krise war die Verunsicherung auch am Immobilienmarkt deutlich zu spüren. Die Zahl der Interessenten von Wohnimmobilien ging kurzfristig stark zurück. Aktuell lockert sich dieser Zustand offenbar. Die Besucherzahlen auf den Internetplattformen und Anbieterseiten haben wieder das Vorkrisenniveau erreicht.

zerbrochenes Hotelschild

Auch an der Immobilienbranche geht die Krise nicht spurlos vorbei.

Bislang blieb der große Einbruch auf der Nachfrageseite aus. Doch bleibt das auch so?

Diese Frage lenkt den Fokus vor allem auf gewerblich genutzte Immobilien. Sowohl der Einzelhandel als auch der Hotelmarkt leiden stark unter der Krise. Zusätzlich weichen viele Unternehmen derzeit auf Home-Office Lösungen aus. Eine nachhaltige Entwicklung in diesem Bereich könnte enormen Einfluss auf die beliebteste Assetklasse der Investoren haben.

Laptop und Ordner

Ein Großteil der Immobilientransaktionen kann bereits digital abgedeckt werden. An einer Hürde scheitert es allerdings noch – dem Notarvertrag.

Zwar sind Notarbesuche zur Beurkundung eines Immobilienkaufs trotz der Corona-Pandemie gestattet, die Sicherheitsvorkehrungen machen diese Termine jedoch sehr umständlich. Daher wird der Ruf nach dem digitalen Notarvertrag lauter.

Das deutsche Notariatswesen bietet laut IVD-Chef, Jürgen Michael Schick, Käufern und Verkäufern, Investoren und Eigennutzern ein hohes Maß an Sicherheit – diese würde durch die Umstellung auf digitale Notarverträge "in keiner Weise eingeschränkt".

Homeoffice

Die Zeit steht still, so scheint es zumindest. Noch hat die Krise keine Auswirkungen auf die Immobilienpreise.

Doch das könnte sich bald ändern. Die Mehrheit der Experten ist sich sicher: Früher oder später wird die Krise auch den Immobilienmarkt treffen.

„Viele Käufer halten sich zurück, weil sie um ihre Jobs bangen“, so Michael Voigtländer, Immobilienexperte am Institut der Deutschen Wirtschaft (IW).

Zusätzlich finden kaum Besichtigungen und Notartermine statt.

Häuser und fallende Kurve

Noch hat das Coronavirus, und die damit verbundene Krise, keine Auswirkung auf die Immobilienpreise.

Allerdings kann der drohende Wirtschaftliche Abschwung, auf Seiten der Banken, zu höheren Risikokosten und Baufinanzierungskonditionen führen.

Des Weiteren fürchten Arbeitnehmer durch den zunehmenden Druck auf die Unternehmen um ihren Arbeitsplatz und könnten vor dem finanziellem Wagnis eines Immobilienkaufs zurückschrecken.

Straße bei Nacht

Eine Welt im Ausnahmezustand bringt das gesellschaftliche Leben zum Erliegen. Um diesen Zustand entgegenzuwirken sollen vor allem wirtschaftlich leidende Unternehmen durch Kreditprogramme unterstützt werden.

Eine Maßnahme, die einerseits beruhigt, zugleich aber auch bedeutet, dass sich die Krise noch über Monate hinziehen kann. Leitet die derzeitige Situation eine Wende im Immobilienmarkt ein?

Vor allem Banken geht es in Krisenzeiten selten gut. Eine flächendeckende Erhöhung der Zinsen scheint daher nicht unrealistisch um die Marge und somit auch die Gewinne zu erhöhen.